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Eine der wohl schönsten Kleingartenanlagen Deutschlands
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Herstellen von biologischen Brühen und Jauchen zur                
Schädlingsabwehr und Düngung von Pflanzen.
 
Geeignet dafür sind Fässer und Eimer aus Polyethylen ( Maurereimer ) andere Kunststoffe sollten nicht
verwendet werden, denn sie setzen Weichmacher frei. Die schädigend auf die Pflanzen wirken können,
ähnlich verhält es sich mit verzinkten Gefäßen die anlaufen und dadurch chemische Verbindungen
freisetzen.
 
Wichtig die kalt angesetzte Brühe sollte in der Sonne stehen, es muss öfter umgerührt werden und  mit
einem Tuch abgedeckt werden damit die Gase entweichen können.  Nie fest verschließen
 
Herstellen eines Kaltwasserauszugs.
Nach 2 bis 3 Tagen die Pflanzen im Tuch auspressen, dann kann der zur Schädlingsabwehr zum Einsatz
kommen. In einer Verdünnung von 1:1 durch ein Tuch in das Spritzgefäß gefüllt ist die Brühe fertig zum
versprühen. Darauf achten das die noch nicht vergoren ist.
Jauche.
Der Kaltwasserauszug der nicht zur Schädlingsabwehr benötigt wird lässt man 10 – 14 Tage vergären.
Diese Jauche  benutzt man 1:1 verdünnt als Flüssigdünger, zur Blattdüngung oder gibt sie in den Kompost.
(Der Geruch ist nicht gerade angenehm die Jauche ist reif wenn sie nicht mehr schäumt.)
 
Ansatz zur Herstellung einer Brühe.
0,5 kg frische zerkleinerte Pflanzen auf 5 Ltr. kaltes Wasser.
Man kann auch 75-150 g getrocknete Pflanzen auf 5 Ltr. kaltes Wasser nehmen
 
Zur Schädlingsbekämpfung und können  kleinere Mengen hergestellt werden.
 
Herstellen einer Brühe.
Es werden 40 – 80 g getrocknete Pflanzen oder 150 -250 g frische Pflanzen zerkleinert ( gehackt ) und
über Nacht besser noch einen Tag eingeweicht. Danach ca. eine halbe Stunde gekocht, dann durch ein Tuch
nach dem Erkalten in einen Behälter abgossen werden. Diese Brühe kann auch in einem verschlossenen
Behälter einige Zeit aufbewahrt werden. 
Zur Schädlingsbekämpfung  1:20 verdünnen auf 1 Ltr. Wasser = 50 ml Brühe oder 2 ½ Schnapsgläser Brühe
auf 1Ltr. Wasser.
 
Was wo für einsetzen.
 
Brennnessel: (Blattläuse, Spinnmilben und weiße Fliege)
Das Frischkraut ist nur vor der Blüte von Mai bis Juli zu verwenden. ( trocknen )
Wird  eingesetzt mit gärender Jauche gegen Blattläuse und Spinnmilben.
100 g Frischkraut auf 1 Ltr. Wasser, nicht verdünnt mehrere Tage nach einander spritzen.
 
Als Kaltwasserauszug gegen Blattläuse und weiße Fliege in Gewächshäusern.
Brühe 50 -100 g getrocknete Pflanze auf 1 Ltr. Wasser oder 500 g frische Pflanze auf
1 Ltr. Wasser. Mit Verdünnung 1:20 , = 50 ml oder auch 2 1/2 Schnaps Gläser voll auf 1Ltr. Wasser.
 
Nach ungefähr 10 Tagen noch mal anwenden weil dann eine neue Generation der Läuse aus den Eiern schlüpft.
                                                                                                                                                  
Rhabarber: ( Schwarze Läuse, Lauchmotte und Schnecken)
 
Rhabarberblätterbrühe herstellenmit mind.500g Blättern zerkleinern dann 30 Min in 3 Ltr. Wasser Kochen.
Brühe durch ein Tuch in Behälter gießen.
Zum Spritzen 1:20 verdünnen = 50 ml oder auch 2 1/2  Schnapsgläser auf 1 Liter Wasser.
                                          
Für Schnecken:
Aus 1 kg Rhabarberblättern und 10 Ltr. Wasser Jauche herstellen unverdünnt zwischen die Reihen gießen.
(Der schleimige Belag wird von Schnecken gemieden)
 
Kartoffeln: (gegen Blattläuse)
Kochwasser der Kartoffeln abgekühlt. (Unverdünnt bei Rosen.)
 
Tomaten: (gegen Kohlweißling)
Kaltwasserauszug 50 g oder eine Kappe Handvoll frische Triebe zerstampfen in 2 Ltr. Wasser 2-3 Stunden
ziehen lassen, auspressen durch ein Tuch gießen unverdünnt mehre Tage hintereinander über den  Pflanzen
versprühen auch die untere Seite der Blätter nicht vergessen.
Als Jauche 500 g frische Triebe in 5 Ltr. Wasser.
Einmal monatlich spritzen mit verdünnter Jauche 1:20 = 50 ml oder auch 2 1/2 Schnapsgläser Wasser
pro Liter Spritzen.
 
Tabak: (Gegen Blattläuse.)
10 bis 15 g Tabak oder 3 große Zigarre zerbröseln, in einem Liter Wasser 24 Stunden ziehen lassen,
durch ein Tuch auspressen und unverdünnt spritzen.
 
Achtung: Tabak ist nicht ganz ungefährlich da das Nikotin durch die Poren in den menschlichen Körper
eindringen kann und dadurch zu Vergiftungen führen kann.
 
Rapsöl: (Winterspritzung, Austriebspritzung gegen Eier des Ringelspinners, der Blattläuse und viele andere
Schädlinge. Auch Nützlinge werden nicht verschont. Deshalb sollte überlegt gespritzt werden.  
Nach dem schlüpfen aus den Eiern ist nur die erste Generation der Läuse lebend gebärend.
 
Um Wasser mit Rapsöl zu vermischen ist es erforderlich eine Emulsion herzustellen. Das machen wir indem
wir den beiden Teilen ein einige Tropfen Spülmittel hinzufügen und gut verrühren um das Gemisch von Wasser
und Öl herzustellen.  
 
Spitzbrühe 1:20 auf eine 1 Ltr. Wasser = 50 ml oder 2 ½ Schnaps Glas Rapsöl und einen SchussRaps
Spülmittel (5-8 Tropfen ausprobieren.)


 
 
 Gut zu wissen

1. Gurken
soll man an heißen Tagen nicht mit kaltem Wasser erschrecken, sonst werden sie bitter.
 
2. Wer sich bei der Gartenarbeit vor Mückenstichen schützen will, zerreibt Petersilie auf der Haut.
 
3. Zucchini eignen sich hervorragend in Scheiben geschnitten zum Grillen. Es ist eine leichte und bekömmliche
Beilage.
 
4. Guten Mutterboden erhält man nicht, wenn man jedes Jahr tief umgräbt. Besser man lockert die Beete
nur mit der Gabel auf. Andernfalls gräbt man die natürlich entstandene Humusschicht in die Tiefe, wo sie
nichts nützt.
 
5. Plastikkörbchen in denen Obst und anderes verkauft wird, nicht wegschmeißen. Sie eignen sich hervorragend
als Pflanzschalen für Blumenzwiebeln.
 
6. Erdkröten sind Schneckenvertilger. Sie lassen sich im Garten heimisch machen, wenn man ihnen Schlupflöcher
anbietet, z.B. Reisighaufen.
 
 
7. Pflanzen Sie in Ihre Gemüsebeete Knoblauch in kleinen Gruppen. Der Geruch vertreibt Schnecken und Mäuse..

8. Alternative zu Torf
Gute Alternativen zu einer Düngung mit Torf sind Gartenkompost und Rindenmulch. Durch Torfabbau werden die
wertvollen Lebensräume des Hochmoores zerstört.

9. Anspruchloser Obstbaum
Der anspruchloseste Obstbaum ist die Sauerkirsche (Schattenmorelle), die selbst in ungünstigstem Boden gedeiht
und gute Ernten bringen.

10. Balkonpflanzen bei Abwesenheit frisch halten
Ist man für einige Tage abwesend stellt man die bepflanzten, gelochten Balkonkästen in größere Kästen ohne
Löcher. In diese wird etwas Wasser gefüllt.

11. Basilikum
Basilikum in der Nähe von Fenchel und Gurken angebaut, fördert deren Wachstum und schützt sie vor Mehltau.
Man sät Basilikum ab Mitte Mai, da er Wärme braucht.

12. Beete anlegen
Beete legt man am besten von Norden nach Süden an, auch die Rillen für kleine Setzlinge, da sie dann von den
schweren Ost-Westwinden nicht fortgenommen werden.

13. Blumenwasser riecht nicht
Blumenwasser nimmt keinen unangenehmen Geruch an, wenn man ein Stück Holzkohle mit in die Vase gibt.

14. Blumenwässern bei Abwesenheit
Ist man einige Tage abwesend, so stellt man einen Eimer Wasser auf einen Tisch und rings um den Tisch auf
den Fußboden die Topfpflanzen. In den Wassereimer werden für jede Blume, je nach Größe, ein oder mehrere
Wollfäden gehangen, die am besten mit einem Stein am Eimerboden fixiert werden. Die Enden der Wollfäden
werden in die Erde der Blumen gesteckt und saugen so fortwährend Wasser vom Eimer in die Töpfe.

15. Bodenlockerung
Borretsch, zwischen den Gartenpflanzen angebaut, lockert mit seinen Wurzeln den Boden.


16. Bodenverbesserung
Senfpflanzen verbessern allgemein den Gartenboden.

17. Brennnessel als Dünger
Brennnesseln bringen Nährstoffe in den Boden und erzeugen Wärme. Man lege sie, etwas zerkleinert, vor dem
Pflanzen in das Pflanzloch, decke sie mit etwas Boden ab und setze darauf die jungen Pflanzen.

18. Brennnesseln belassen
Einige Brennnesseln sollten im Garten belassen werden, da sie Schmetterlingsraupen wertvolle Nahrung bieten.


19. Bäume pflanzen
Baumgruben (für die Frühlingspflanzung) werden schon an schneefreien Wintertagen ausgehoben, damit die Erde
vom Frostwetter für die Bäume brauchbar gemacht wird.

20. Damit sich Bohnen lohnen
Bohnen nur frühmorgens ernten, weil sie dann ihr Aroma behalten.

21. Dünge mit Luft
Das heißt: Den Boden gut gehackt genügend lange liegen lassen.

22. Düngen mit Eierschalensud
Schalen von frischen Eiern werden zerkleinert, in einen alten Topf getan und Wasser aufgefüllt.
Das ganze
fest
verschlossen etwa 3 Wochen durchziehen lassen.
Zimmerpflanzen, die alle 2 - 4 Wochen einmal mit dieser Lösung
gedüngt werden, wachsen gut.

23. Dünger aufbringen
Düngen soll man nur an solchen Tagen, an denen die Erde feucht oder wenigstens nicht ausgetrocknet ist.

24. Dünger für Zimmerpflanzen
Wasser, in dem Eier gekocht wurden, enthält Nährstoffe und Kalk. Es eignet sich daher sehr gut als Dünger für
Zimmerpflanzen.

25. Eierschalen als Dünger
Eierschalen kurz gestoßen oder gemahlen, sind als kohlesaurer Kalk ein guter Zusatzdünger, für den besonders Bohnen
und Erbsen dankbar sind. Auch für Topfpflanzen.

26. Erbsen Pflanzzeitpunkt
Damit Erbsen nicht vom Mehltau befallen werden, pflanzt man sie am besten bei feuchtem Wetter Ende März.

27. Erbsensamen keimen besser
Die Keimfähigkeit von Erbsensamen wird gefördert, wenn man diesen vor der Aussaat einen Tag lang in ein Gemisch
aus 1 Teil Wasser und 1 Teil Milch einlegt.

28. Erdbeeren
Bei Gartenerdbeeren pflanze man niemals eine, sondern 4-8 Sorten. Dies ist wegen der Eigenart der Befruchtung
wichtig für den Ertrag. Auch reinige man die Beete während der Blüte nicht mit der Hacke.

29. Erdbeeren im Ertrag fördern
In leicht saurem, gelockertem und mit Hobelspänen vermengtem Boden wachsen Erdbeeren sehr gut. Auch Borretsch
in unmittelbarer Nachbarschaft wachsend, fördert die Entwicklung. Pilzkrankheiten werden vermieden, wenn Knoblauch
zwischen den Erdbeeren gepflanzt wird.

30. Erde von Maulwurfshügeln
Die Erde frisch aufgeworfener Maulwurfshügel eignet sich gut zum Auffüllen von Blumentöpfen und Kübeln.

31. Feuchthalten von Zimmerpflanzen
Ist das Gießen der Zimmerpflanzen einige Tage nicht möglich z.B. bei Reisen, dann legt man nach dem letzten guten
Gießen Moos oder Steinchen recht dicht auf die Topferde.

32. Fleischsud als Dünger
Ein guter Dünger für Zimmerpflanzen ist Wasser, worin Fleisch gewaschen wurde. Pflanzen mit diesem Wasser gießen.

33. Frische Saat
Frisch ausgebrachten Samen nicht gießen, um ein Verschlemmen zu verhindern. Der Erdboden muss vorher angefeuchtet
werden.

34. Frostschutz für Pflanzen
Alte Kisten sind manchmal unentbehrlich, man stülpt sie nachts bei Frostgefahr über die Pflanzen.

35. Frostschutz im Winter
Empfindliche Pflanzen können im Winter vor Frost geschützt werden, wenn man sie mit Fichtenzweigen oder Stroh abdeckt.

36. Gardinen gegen Vogelfraß
Ausgediente Gardinen ergeben einen guten Schutz gegen Vogelfraß, indem man das Saatbeet damit bedeckt.

37. Garten umgraben
Gartenboden soll man nicht umgraben, wenn er nass ist. Es bilden sich harte Klumpen und Schollen, die den Wuchs behindern.

38. Gartenmauer aus Ziegelstein ausbessern
Alle losen und beschädigten Steine herausnehmen und vom alten Mörtel befreien. Soweit nicht wieder verwendbar, durch neue ersetzen. Als Mörtel dient eine Mischung aus 1 Teil Portlandzement und 3 Teilen Flußsand mit Wasser. Die auszumauerten Mauerstellen werden vor der Arbeit reichlich mit der Gießkanne begossen, die einzubettenten Steine in Wasser getaucht.

39. Gartenpolizei
Maikäfer, Gartenläufer, Goldschmied, Puppenräuber, Schlupfwespen, Raubfliegen, Schmarotzerfliegen, Baumwanzen, Marien-käfer sind zu schonen, weil sie die schädlichen Insekten vertilgen. Von den größeren Tieren sind besonders nützlich: Spitz-
mäuse, Igel, Eidechsen, Frösche, Kröten und Blindschleichen. Der Maulwurf ist überwiegend nützlich, seine Hügel soll man jedoch glatthaken.

40. Gebrauchte Teeblätter als Dünger
Gebrauchte Teeblätter mit Blumenerde gemischt, ergeben eine gute Düngung.

41. Gehölzpflanzen nur aus der Gegend beziehen
Baumschulartikel nur aus Baumschulen der Gegend beziehen (genauer nur aus Baumschulen mit gleichem Klima). Also nicht aus
dem Süden, wenn man im
Norden pflanzt.

42. Gehölzschnitt
Hecken und Bäume sollten während der Brutzeit nicht geschnitten werden, da es die Vögel in ihrer Bruttätigkeit stört.
Ein guter Schnittzeitpunkt für Hecken ist im September.

43. Gemüse abends ernten
Gemüse (außer Bohnen und Erbsen) abends ernten, sie haben dann die höchsten Nährwerte und besten Geschmack.

44. Gießen im Frühling meist unwichtig
Gießen im Frühling ist meist nicht so wichtig, aber desto mehr an den wirklich heißen Sommertagen.

45. Gießen mit Regenwasser
Zum Gießen des Gartens Regenwasser sammeln. Nicht in der Mittagshitze gießen, dass schadet den Pflanzen.

46. Gießen nur abends
Gießen im Garten nur abends, während des Sonnenscheins ist es zwecklos, weil das Wasser dann sofort verdunstet.

47. Gießen nur mit abgestandenem Wasser
Nur mit abgestandenem Wasser oder Teichwasser gießen. Frisches Brunnen- oder Leitungswasser ist oft schädlich.

48.  Gurken wachsen besser
Das Wachstum von Gurckenpflanzen wird gefördert, wenn zwischen den Pflanzen Dill ausgesät wird.

49. Gurkensamen keimt besser
Gurkensamen keimen besser, wenn man sie einen Tag vor der Aussaat in Milch einlegt.

50. Gurkensetzlinge selber ziehen
Gurkensetzlinge kann man selbst heranziehen, wenn man die Samen Anfang März in feuchte Sägespäne legt, sie in einem
warmen Raum stellt und ständig gelinde feucht hält.

51. Haare als Dünger
Haare (von Tier und Mensch) sind für Düngerzwecke jeder Art hervorragend geeignet.

52. Hagerbutte
Der Hagerbuttenstrauch gibt im Garten eine treffliche Schutzhecke ab. Ihre Frucht schmeckt vorzüglich eingekocht,
ebenso zu Suppen und Soßen verwandt.

53. Holzkästen für Pflanzen faulen nicht
Hölzkästen für Pflanzen faulen nicht, wenn sie innen mit einer Kunststofffolie ausgekleidet werden. So brauchen die
Kästen auch nicht mit Holzschutzmittel behandelt werden.

54. Hornspäne als Dünger
Hornspäne sind ein hervoragender Dünger für Topfpflanzen.

55. Johannisbeersträucher selber ziehen
Johannisbeersträucher vermehren sich über Stecklinge. Im November / Dezember scheidet man einjährige Triebe ab
und teilt sie in etwa 20 cm lange Stecklinge. Man zerteile die Triebe mit einem geraden Schnitt, knapp über einer
Knospe. Dann steckt man je 3 Stecklinge etwa 15 cm tief in einen Topf mit Gartenerde. Man achte darauf, dass die
Stecklinge unterirdisch Knospen haben und was am Strauch nach oben gewachsen ist, muss auch im Topf nach oben
zeigen. Die Töpfe an einen geschützten Ort stellen und feucht halten. Wenn die Stecklinge austreiben, haben sie
Wurzeln geschlagen und können im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden.

                                                                 
                                                                        *


Augen auf bei Rasensaatgutkauf.
 
die DSV – Deutsche Saatveredelung vertreibt und züchtet seit über 20 Jahren Rasengräser und beschäftigt sich mit der Optimierung der Gräserzusammensetzung verschiedener Mischungen für unterschiedliche Nutzungsbereiche. Im folgenden 
hat der Züchter einige Tipps zur Unterscheidung von Rasenmischungen zusammengestellt.
 
 
Warum überhaupt Mischungen?
 
In der Mischung ergänzen sich die Eigenschaften der verschiedenen Rasengräser positiv. Monokulturen aus einer einzigen Art werden schnell das Opfer von Krankheiten und Schädlingen. Je nach der Verwendung und Nutzung eines Rasens
unterscheiden wir vier Hauptrasentypen.
 
- Den Zierrasen,
 
- den Gebrauchsrasen,
 
- den Strapazierrasen und
 
- den Landschaftsrasen.
 
Für jeden Rasentyp setzen sich die Mischungen anders zusammen, grundsätzlich bestehen sie aber alle aus unterschiedlichen Anteilen der wichtigsten Rasengräser deren Eigenschaften nachfolgend aufgezeigt werden.
 
Deutsches Weidelgras ( Lolium perenne )
Das Deutsche Weidelgras ist das belastbarste unserer Rasengräser. Es braucht sogar den Betritt, um ausdauernd zu sein. Fehlt regelmäßige Belastung verschwindet es bereits nach wenigen Jahren aus der Narbe. Beim Deutschen Weidelgras handelt es sich auch um das Schnellwüchsigste und konkurrenzstärkste unserer Gräser. Deshalb bestehen Nachsaatmischungen fast ausschließlich aus dieser Grasart.
 
Wiesenrispe ( Poa pratensis )
Die Wiesenrispe ist ebenfalls sehr Strapazierfähig. Im Gegensatz zum deutschen Weidelgras bildet die Wiesenrispe unterirdische Ausläufer. Dadurch ist sie in der Lage, z.B. durch spielen entstandene Lücken in der Narbe schnell zu schließen. Die Wieserispe sorgt deshalb für eine besonders dichte Narbe.
 
Rotes Straußgras   ( Agrostis tenuis )
Straußgräser gehören zu den feinsten Gräser die wir kennen. Sie sind anspruchlose Gräser die dichte, sehr feine Narben bilden. Das Straußgras ist ein sehr wichtiger Bestandteil von Golfrasenmischungen, da es sehr tiefschnittverträglich ist.

 
Rotschwingel  ( Festuca rubassp.)
Wir kennen drei Rotschwingelunterarten. Der Horstrotschwingel ist der feinste und bildet keine Ausläufer.
Der Kurzausläuferrotschwingel ist ebenfalls sehr fein und bildet kurze Ausläufer, so dass er stärker zu einer dichten Narbe beiträgt.
Der Ausläuferrotschwingel bildet deutliche Ausläufer. Er ist der gröbste aller Rotschwingel und bildet allein keine sehr dichten Grasnarben.
Der Schafschwingel   ( Festuca ovina )
Er ist das anspruchloseste unserer Gräser. Er verträgt unter extensiven Bedingungen keinen Schnitt. Er bildet keine dichte Narbe und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil in Landschaftsrasenmischungen für extensiv genutzte Rasenflächen.
 
Auf folgende Zusammensetzung sollte der Verbraucher achten:
 
Sport und Spielrasen.
30 – 45 % Deutsches Weidelgras
30 – 60 % Wiesenrispe
 0 – 25 % Rotschwingel
 
Der Sport - und Spielrasen verträgt Belastung. Man findet ihn nicht nur im Haus – und Kleingarten sowie auf Sport – und Spielplätzen, sondern auch in Parkanlagen und Schwimmbädern. Er ist belastbar, verträgt Trockenheit und stellt mittlere bis hohe Pflegeansprüche.
 
Gebrauchsrasen.
25 – 45 % Deutsches Weidelgras
15 – 30 % Wiesenrispe
35 – 50 % Rotschwingel
 
der Gebrauchsrasen ist der typische Rasen für den Hausgarten. Er hat eine mittlere Belastbarkeit und stellt mittlere Pflegeansprüche. Man findet ihn in Wohnsiedlungen, aber auch in Parkanlagen.
 
Zierrasen.
60 – 90 % Rotschwingel
 0 – 25 % Wiesenrispe
 0 – 10 % Straußgras
 0 – 10 % Deutsches Weidelgras
                                                            
Zierrasen wird auf Repräsentativenflächen im Garten und auf öffentlichen Flächen eingesetzt.
Diese werden selten betreten. Der Rasentyp hat hohe Pflegeansprüche und ist auf Grund seiner feinblättrigen Narbe nur wenig belastbar. 
 
 
 
Noch ein Tipp.
Den Rasentyp „Schattenrasen“  gibt es nicht. Verwenden Sie stattdessen eine der hier dargestellten Rasenmischungen und passen dann die Pflege an die besonderen Bedingungen, die der Schatten stellt, an. Das heißt in erster Linie: Weniger Düngen, regelmäßig beregnen, ins besondere bei Schatten durch Bäume ist es ganz besonders wichtig, erhöhen sie die Schnitthöhe unter Bäumen auf 5 bis 6 cm. So können Sie sicher sein, auch mit diesen Rasenmischungen unter Schattenbedingungen eine dichte und Moosfreie Narbe zu erzielen.  Andere Gräserarten eignen sich nicht im Rasenbereich. Findet man zum Beispiel Einjährige Weidegräser (Lolium weesterwoldicum oder Lolium multiflorum) oder Wiesenschwingel (Festuca pratensis) auf dem Etikett, kann man sicher sein, dass es sich um eine Mischung handelt die in diesen Rasenbereich nichts zu Suchen hat. diese Gräser dienen  lediglich dazu, die Rasenmischung billig zu machen. In der Landwirtschaft werden diese Arten wegen ihrer Frohwüchsigkeit und schnellen Massebildung eingesetzt – eine Zielsetzung die man im Rasenbereich gerade nicht verfolgt. Auch der Einsatz der bekannten Rasenmischung  „Berliner Tiergarten“ sollte Überlegt sein. Darin sind in erster Linie preiswerte Futtergräser enthalten, die schnell auflaufen, aber keine schöne dichte Narbe bilden.  Beim Rasengutkauf gilt grundsätzlich für das Verhältnis Rasenqualität / Preis folgende Regel: Je stärker die Massebildung eines Grases, desto schlechter ist leider die Rasenqualität, aber umso höher die Saatguternte. Deshalb produzieren diese Gräser billiges Saatgut. Je weniger Masse ein Gras produziert (damit ist aber auch eine bessere Rasenqualität verbunden), desto geringer ist leider auch die Saatgutausbeute wodurch sich das Saatgut verteuert. Natürlich spielen nicht nur die  Gräserarten, sondern auch die Sorten eine wichtige Rolle für die Qualität einer Rasenmischung. Wer es Genau wissen will, kann  die Broschüre „Regel-Saatgut-Mischungen Rasen ( RSM ) 2000 „der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. ( FLL. ) Comantstraße 32 53115 Bonn nachschlagen. Dort findet man eine Qualitative Beurteilung einzelner Sorten. Der Tipp von Fachleuten. Das Geheimnis einer dichten Narbe liegt insbesondere an der Pflege nach dem Auflaufen, genauer, nach dem ersten Schnitt. Dieser sollte bei einer Höhe von 6 bis 8 cm erfolgen Die Narbe wird dann auf etwa 3 cm zurück geschnitten.Mit diesem Schnittwerden nicht nur die meisten Unkräuter bekämpft, sondern es wird auch das Seitentriebswachstum der Rasengräser angeregt. Geben Sie zu diesem Zeitpunkt eine Düngergabe, regt diese zusätzlich die Seitentriebbildung der Gräser an. Sie können sicher sein, dass sich innerhalb kürzester Zeit eine dichte geschlossene Rasennarbe bildet.
 
 
 
 
Eine gute Rasenmischung die ich persönlich empfehlen kann, bei der auch das Preis Leistungsverhältnis stimmt ist der :
Lisunrasen. Kenn - Nr. D / H 220505 Die Saatgutmischung besteht aus folgenden Gräsersorten.12,5 % Deutsches Weidegras 
Lisuna ZS12,5 % Deutsches Weidegras isabelle ZS20,0 % Rotschwingel Liprosa ZS25,0 % Rotschwingel Lifalla
ZS30,0 % Wiesenrispe Limousine ZS Der Preis betrug 1999 für die 10 kg Kleinpackung ca. 110,-- DM Angebot und Nachfrage bestimmen aber den Preis. Es werden 30 bis 35 gr. Saatgut für den qm. gerechnet. Es ist sehr wenig Mähgut angefallen und im Vergleich zu anderen Rasenflächen musste nicht so oft gemäht werden. Durch Nachsaat Lücken im Rasen beseitigen. Auf einem
dichten Rasen Wachsen bis zu 50 000 Triebe pro qm. Durch Belastung, falsche Pflege, Beschattung, ungünstige Witterung oder Bodeneinflüsse reduziert sich die Anzahl der Triebe. Die Folge: Der Rasen bekommt Lücken, unerwünschte Kräuter, Moose und Algen besiedeln den Lebensraum. Die Gräser werden nicht nur durch die ungünstigen Umweltfaktoren geschwächt, sondern auch durch die Konkurrenten verdrängt.Um unerwünschtem Beikraut erst keine Chance zu geben, ist die Nachsaat der erste und wichtigste Schritt einer nachhaltigen Rasenpflege. Ihre Vorteile: Im Vergleich zu anderen Pflege und Regenerationsmaßnahmen
ist sie wenig zeitaufwendig höchstes effektiv, durchzuführen und zu dem Preiswert.  Drei Formen der Nachsaat. Man unterscheide
-          Die ganzjährig durchgeführte, gezielt punktuelle Nachsaat zur Beseitigung von Narbenschäden.
-          Die ein oder zweimal jährlich durchgeführte ganzflächige Nachsaat nach einer Regenerationsmaßnahme
-  
Eine mehrmals im Jahr durchgeführte dünne Nachsaat zu Erhöhung des Grassamenpools. Davon profitieren besonders die stark belasteten Bereiche des Rasens.
Alle drei Nachsaatformen unterscheiden sich nicht nur in der Häufigkeit der Anwendung, sondern auch in der Aussaatstärke und der Zusammensetzung der Verwendeten Nachsaatmischung. Zur punktuellen Beseitigung von Lücken oder Schäden verwendet
man am besten solche Mischungen, die auch bei der Neuanlage des Rasens verwendet wurden. Damit das Saatgut gleichmäßig ausgebracht wird, empfiehlt es sich das Vermischen des Saatgutes mit trockenem Sand.
Zur ganzflächigen Nachsaat nach Regenerationsmaßnahmen sollten Sie spezielle Nachsaatmischungen nehmen, die sich besonders
durch Regenerationsfreudigkeit und Anpassungsfähigkeit auszeichnen
Zur kontinuierlichen Nachsaat eignet sich in erster Linie das Deutsche Weidelgras (Lolium perenn).
Auf Grund seiner Konkurrenzkraft und Wuchsstärke ist es in der Lage, sich auch in einer bestehenden Narbe zu entwickeln und durch zu setzen. Der Saatgutfachhandel hält entsprechende Saatgutmischungen bereit, lassen Sie sich dort vom Fachpersonal beraten.

Wenn die drei Nachsaatformen regelmäßig durchgeführt werden und die Rasenpflege an die Standortverhältnisse und die Belastungsintensität der Fläche angepasst ist, bleibt der Rasen dauerhaft dicht und strapazierfähig. In dieser Narbe haben
Unkräuter, Moose und Algen keine Chance.

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